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Letzter Einkaufsmarkt in Lützschena-Stahmeln schließt

Nach Informationen der Ortsvorsteherin von Lützschena-Stahmeln, Frau Rechtsanwältin und Fachanwältin für Familienrecht Margitta Ziegler von der Bürgerinitiative 1990, schließt der letzte Einkaufsmarkt der Ortschaft in der Stahmelner Mühlenstr. zum 31.12.2016.

Supermarkt

Foto veit kern  / pixelio.de

Als Grund wird angegeben, dass eine Erweiterung der bisherigen Verkaufsfläche auf 1600 qm nicht möglich sei, um einen wirtschaftlichen Betrieb zu sichern. Außerdem führt der Betreiber REWE niedrige Umsatzzahlen auf, die bisher durch die Mitnutzung als Stützpunkt für den Lieferservice ausgeglichen wurden. Nach dem bestehenden Bebauungsplan der ehemaligen Gemeinde Stahmeln sind nur ein Einkaufsmarkt über 1200 qm und weitere Verkaufsflächen über 800 qm zulässig. Um den Weggang von REWE zu verhindern, wurde ein möglicher Kompromiss beim Stadtplanungsamt gesucht. Dieser sollte zur bestehenden Verkaufsfläche von 1200 qm einen weiteren separaten Getränkemarkt über 600 qm vorsehen. Das lehnte nach einigen Tagen REWE ab, was auch logisch erscheint, denn es passt nicht in die internen Abläufe des Betreibers.

Es stellt sich die Frage, warum der bestehende und nicht mehr zeitgemäße Bebauungsplan nicht geändert wird. Welche Anstrengungen hat dazu der Ortschaftsrat von Lützschena-Stahmeln unternommen, der von der Bürgerinitiative 1990 dominiert wird. welche Anstrengungen hat dazu das Stadtplanungsamt unternommen? Es genügt nicht, Bedauern auszudrücken und auf Verständnis zu hoffen.

Somit verkommt immer mehr Lützschena-Stahmeln. Es verliert an Lebensqualität und entwickelt sich somit weiter zu einem reinen Schlafort, wo sonst nicht mehr viel los ist. Offensichtlich ist allen Beteiligten, vor allem den politisch Agierenden, die Lebensqualität der Bürger egal. Hoffentlich besinnt sich noch der Eigentümer des Objekts an seine Verantwortung, indem er nach einem neuen Mieter für den Einkaufsmarkt sucht, der mit 1200 qm Verkaufsfläche auskommt.

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Autor: Karsten Fiedler am 14. Nov 2016 17:45, Rubrik: Leipzig, Lützschena,
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9 Reaktionen zu “Letzter Einkaufsmarkt in Lützschena-Stahmeln schließt”

  1. Ciecierski, H.- Jörg schreibt

    Leider kann man in Lützschena gar nichts mehr einkaufen. Für uns ältere Leute ist das eigentlich nicht zumutbar. Wir sind noch in der glücklichen Lage ein Auto nutzen zu können um unsere Einkäufe in Schkeuditz oder Burghausen zu erledigen, aber was machen die Leute die auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen sind? Der Ortschaftsrat macht sich da keine Gedanken darüber. Seit dem Lützschena „eingemeindet“ oder vielleicht besser gesagt von Leipzig annektiert wurde, kann der OR nichts mehr bewegen.Es werden immer mehr Häuser bei uns gebaut, aber über die Möglichkeit der Versorgung mit Waren des täglichen Bedarfs wird von dem OR bzw den Verantwortlichen aus Leipzig nicht nachgedacht. Vielleicht wird das Orschaftsschild von Lützschena in “ Ende der Versorgung“ umbenannt.

  2. Ciecierski, H.- Jörg schreibt

    Nachtrag zu meinem Beitrag
    Gestern habe ich beim Einkaufen im REWE-Markt erfahren dass der Markt vorerst nun bis April geöffnet bleibt, vielleicht ein kleiner Erfolg der Proteste der Bevölkerung bei REWE.

  3. Müller schreibt

    Wir haben es in diesem Staat nur mit politischen
    Dummköpfen zu tun.
    Denkt man auch einmal an die vielen Normalobürger?,
    welche nunmal keine Autos fahren.
    Schade, dass wir unter dieser Dummheit wieder mal
    leiden müssen.
    Dipl.-Ing.Mülller

  4. Woischnik schreibt

    <ich bin enttäuscht??? In Lütschena konnte man noch ruhig einkaufen ohne den vielen Stress. Was soll ich jetzt machen?? ALdi ist nicht mehr schön in Wahren und Kaufland eine stressige Katastrophe. Da gewöhne ich mir eben noch mehr das Einkaufen ab!!! Es macht eh keinen Spaß mehr!!Schönen Dank auch ihr alten Kapitalisten Großmärkte!!!

  5. Tommy schreibt

    Es ist wirklich schade diesen schönen Rewe in dieser kleinen Ortschaft zu verlieren.Für die Anwohner ist es eine wirkliche Zumutung wie oben schon geschrieben! Es ist schön zu wissen wie sich in der heutigen Zeit alles nur um die Finanzierung dreht und keiner mehr an die ältere Generation denkt …..

  6. Emmely Erdbeere schreibt

    Auch in Hinsicht der in absehbarer Zeit in Lützschena hinzu kommenn den neuen Bewohner durch immer mehr neu hinzukommende Wohnungen durch Ausbau v. Industriedenkmälern ist die Schließung des Rewe-Marktes einfach nur kurzsichtig. Wir können nur hoffen, dass es nicht all zu lange dauern wird, dass dieses Potential ein anderer Betreiber für sich erkennt. Bei der Gelegenheit muss ich auch mal anmerken: Ja, ich besitze ein Auto und wohne in Lützschena und ja ich war auch oft in Leipzig einkaufen, statt in diesem Rewe-Markt – und wollen Sie wissen warum? Weil dieser Markt nicht besonders toll geführt wurde. Am Obst/Gemüsestand befanden sich jeden Sommer ein Rudel Essigfliegen. Viele Ost-Produkte, die andere Märkte gelistet haben, gab es dort nicht. Platzmangel ist da nicht unbedingt eine gute Ausrede. Viel Glück für einen neuen schönen Markt uns allen. Weg von Rewe kann auch BESSERER MARKT heißen!

  7. almut franzkeb schreibt

    Hallo, ich bin fassungslos, dass ein Gebäude das in den 90 Jahren errichtet wurde ländlichen Charakter und mit einen wunderschönen Klinkermauerwerk gebaut wurde und Millionen gekostet hat, was auch gut in die Umgebung passt, abgerissen wird. Einkaufsmöglichkeiten gleich Null , trotz vieler neu gebauter Häuser, für Menschen ohne Auto Einkauf ein großes Problem.. was wird geplant?

  8. SOSO schreibt

    Wir wollen es doch mal auf den Punkt bringen, seit wann muss eine Gemeinde oder Stadt dafür sorgen, dass eine Verkaufseinrichtung vor Ort ist? Keine! Es ist lediglich sinnvoll diese zu haben, damit Ansiedlungen stattfinden und somit STEUEREINNAHMEN ermöglicht werden. Aber was hier gejammert wird bleibt unverständlich, denn offenkundig schert sich die Mehrheit der Ortsansässigen wenig darum, ob es einen Supermarkt gibt oder gab, denn die Mehrheit scheint bei ALDI und KAUFLAND eingekauft zu haben.
    Und ja, wenn die so alte Bevölkerung nun mein, sie könnte vom Hungern bedroht sein, weil sie es nicht schafft, zwischen 7.30 bis 22 Uhr den KAUFLAND-oder ALDI-LADEN aufzusuchen – gut, dann sollten sich über Generationsverträge unterhalten werden. Eltern sorgen für ihre Kinder und älter gewordene Kinder sorgen für ihre Alten. Ja, da müssen die ältergewordenen Kinder eben mal auf DSDS, BAUERNTAUSCH und BLOCKBUSTER auf pro7, RTL und SAT1 verzichten.

  9. SOSO schreibt

    zum weiteren ist einmal zu bedenken, dass dieser Supermarkt für die Anwohner eine enorme Belastung war. Offenbar denkt keiner der JAMMERNDEN daran, dass es unerträglich ist, wenn man 5 Uhr morgens von den Kühlsystemen anliefernden LKW-SATTELSCHLEPPER geweckt und wachgehalten wird. Diesbezüglich war der BAU eine reine Fehlkonstruktion und der Rückbau eine Erleichterung für mindest diejenige Zahl von Ortsansässigen, die unter Umständen auch dort einkaufen waren. Wann auch immer ich in diesem REWE-Laden aufkreuzte, es war immer eine gähnende Leere vorzufinden und somit die Frage „wie zahlen diese ihre Kosten?“ berechtigt. BEI REWE EINKAUFEN! hätte die Devise heißen müssen. Nicht erst dann, wenn REWE die Segel streichen mag, sondern von ANFANG AN!
    Aber wie es immer so ist, anfänglich brüllen da ein paar Leute, was alles nicht sein kann, letztlich wird es aber geduldet und mit Schülterzucken für richtig gehalten. Erinnert sei an das NO GO DHL. UND? ein viel wichtigeres PROBLEM, als solch ein SUPERMARKT, derer es ohnehin viel zu viel in DEUTSCHLAND gibt, denn diese stellen definitiv, ganz gleich der DHL, ein hochbrisantes ökologisches Problem dar.

    Vielleicht besinnt sich mal der Grundstückseigner darauf, dass diese Fläche einst ein FELD war, auf dem im OKTOBER Getreide geerntet wurde.
    Und: denken wir weiter daran, dann werden diejenigen mächtig vor den Kopf gehauen werden, die nämlich meinen Stahmeln dürfe nicht ohne einen EINKAUFLADEN existieren. Damals, in den 80ern, da gab es nur diesen Feldkonsum neben dem später errichteten Einfamilienhaus. Damals war es normal, für GEBRÄCHLICH, ALT und JUNG, zur KAUFHALLE in Wahren zu düsen. Mit dem Auto, dem Fahrrad, der Straßenbahn oder aber ZU FUß. Im übrigen, auch alten LEUTEN schadet ein FUßmarsch nicht. SIE MÜSSEN NUR WOLLEN und nocht lärmen: GEHT NICHT!
    KLAR GEHT’s und GING’s!

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